Mittwoch, 12. Januar 2022

RC Rennsport: 4. Lauf zum ElbeCup in Magdeburg

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Erkenntnis des Wochenendes? Eine Bahn der Strecke beim AMC Magdeburg e.V. ist nicht so breit wie ich groß bin. Denn mir kam die Eingebung, völlig spontan und mit spektakulärer Showeinlage die Strecke an der Haarnadelkurve mit vollem Körpereinsatz langgestreckt und vor allen Dingen bäuchlings zu vermessen. Mit dem Ergebnis, dass die Fahrbahn schmaler als 171 cm sein muss. Wie ist es passiert? Nach meinem zweiten Vorlauf habe ich wie immer natürlich pflichtbewusst meine Tätigkeit als Helferposten für die Hobby-Klasse ausgeübt. Und irgendwann hing ein Fahrzeug auf einem Curb fest. Mir wurde angezeigt, ich solle das Auto aus dem Rennen nehmen. Also flitzte ich hin, hob das Auto auf, drehte mich um, schaute rechts und links. Die 10-Sekunden-Runden-Strecke war frei. Ich rannte los. Und da sah ich im Augenwinkel dieses völlig unscheinbare, mit dem dunklen Teppich beinah verschmelzende neongrüne Auto. Und da wusste ich schon, irgendwas wird gleich passieren. Doch in welchem Ausmaß? Nun ja, es ging alles blitzschnell. 

Ich trat auf Christians neongrünen Flitzer. Dieser riss mir irgendwie das Bein weg. Und ich hatte noch gehofft, ich kann mich abfangen. Aber dem war nicht so. Ich landete irgendwie, dann lag ich auf dem Bauch. Gespenstische Stille von jetzt auf gleich in der Rennhalle. Und dann schrie jemand: Rennabbruch! Nein, nein, nein, nein, nein. Und ich dachte nur: Erdboden, bitte! Doch er tat mir nicht den Gefallen, er blieb verschlossen. Ich stand wieder auf, hockte mich erst mal in eine Ecke – und fing an zu lachen. Ja, ich bin schadenfroh, nicht nur bei Anderen. Christian musste sein Auto nach diesem Zwischenfall natürlich neu vermessen. Doch es war alles in Ordnung. Selbst die Karo hat nichts abbekommen. Mir war ja gar nicht klar, dass ich so ein Fliegengewicht bin. Irgendwann später fiel mir ein, dass ich ja eigentlich auch noch Sebastians Auto beim Hinfallen in der Hand hatte. Wie ich erfuhr, hatte ich dieses scheinbar leicht nach vorn mit der Fliehkraft weggeworfen. Da beide Fahrzeuge weiterfuhren, schien hier nichts Heftigeres passiert zu sein. 

Mein linkes Knie wird derzeit von einem Muster diverser Regenbogenfarben verziert. Aber das ist okay. Mein schlechtes Gewissen Christian und Sebastian gegenüber war eigentlich größer als der Schreck mir selbst gegenüber. Jedenfalls hatte ich immer wieder Lachflashs den ganzen Tag über verteilt, was übrigens bei den eigenen Rennen nicht immer von Vorteil ist. Ach ja, ich hatte ja noch ein eigenes Rennen an diesem Tag zu absolvieren. Und was für eines. Bei Facebook hatte ich es ja schon verlautet lassen: Mein erster Rennsieg. Damit hätte ich nie und nimmer gerechnet. Beim 4. Lauf zum ElbeCup in Magdeburg ging ich wieder mit meinem TAMIYA TT02S in der GT-Sport Klasse an den Start. Dieses Mal waren vom AMC-Gera / ElsterRacingWorksTeam außer Mirko in der Fronti Klasse auch Alex mit mir in der GT-Sport Klasse am Start. In meiner Rennklasse starteten wir zu sechst. Mein erster Vorlauf war gut, ich kam auf Rang 3 ein. Doch die beiden anderen Vorläufe konnte ich sogar für mich entscheiden. Das hieß somit, dass ich im Finale von der Pole ins Rennen gehen konnte. Doch den Start müssen wir definitiv noch mal üben. Denn alle drei Finalstarts waren eher so Kategorie „zeitverzögert“ meinerseits. Alex startete in den Finalläufen von Rang 2, sodass er bei meiner nicht vorhandenen Reaktionsfreudigkeit ziemlich schnell an mir vorbei war. In meinem ersten Finallauf kam ich auf Rang 4 ein. In der letzten Runde stand meinerseits eine Überrundung an. Ich war eigentlich schon vorbei am zu Überrundenden, doch dieser fuhr mir dann aufs Heck und ich drehte mich. Die beiden hinter mir um die Positionen Kämpfenden waren vorbei. Doch hier muss ich sagen, es war alles drin – von Rang 1 bis 4. Und ja, das war es definitiv in jedem der drei Finalläufe. Alex kam auf Rang 3 ins Ziel. Mein zweites Finale lief da etwas besser. Nach dem Start fand ich mich auf Rang 3 ein. Und das ging eine ganz Weile so ohne große Vorkommnisse. Bis sich Position 1 und 2 auf der Geraden touchierten. Ich war direkt dahinter. Und auch völlig erschrocken, als das passierte. Doch ich war zum Glück etwas versetzt hinter den Beiden hergefahren, so dass ich ohne Umschweife an den beiden Führenden vorbeikam. Und dann war ich Erste. Und das rettete ich auch gut ins Ziel. Leider fiel Alex mit technischen Problemen in diesem Lauf aus. Mein dritter Finallauf war eher unspektakulär. Klar, ich war nervös ohne Ende und zitterte mich wie immer über die Rennstrecke. Doch ich glaube, rückblickend ist nicht viel passiert. Alex konnte mich gleich nach dem Start überholen und ich ließ ihn gewähren. Was soll ich mich „in Gefahr“ bringen. Alex gewann den Lauf, ich wurde Zweite. Und dann gratulierten mir die Fahrer. Ich hatte gar nicht auf den Schirm, dass ich dann damit insgesamt das Rennen gewonnen hatte. Das war ja unglaublich. Und schön zu sehen, wie sich auch Andere mit mir mitgefreut haben. Es war ja nichts Geschenktes. Auch wenn „nur“ sechs Mann mitgefahren sind. Es waren immer enge Abstände, Platz 1 bis 4 kamen fast immer in der gleichen Runde ins Ziel. Und das bei 10-Sekunden-Runden. Was ich aber dieses Mal bei mir gemerkt habe: Ich bin etwas konsequenter gefahren. Wenn ich eine Lücke sah, bin ich da auch mal durchgefahren. Ich hatte tatsächlich echte Überholvorgänge. Ich hoffe, dass ich das dann auch in Zukunft umsetzen kann. In der GT-Sport Klasse kam Alex am Ende des Renntages auf Rang 2. Dritter wurde Stefan. In der Fronti Klasse konnte Mirko absolut überzeugen. Er holte sich in den ersten beiden Finalläufen Rang 1, im dritten Lauf wurde er hinter Steffen Zweiter. Insgesamt Rang 1 für das Fronti Rennen. Er siegte vor Steffen und Julius. Glückwunsch an alle. 

So, das war ein Renntag mit vielen kleinen Premieren für mich: Die erste Pole, der erste Sieg. Und ja, auch der erste Sturz. Ich ziehe eine absolut positive Bilanz. Ich weiß aber auch, wo mein Verbesserungspotential noch liegt: Timing in den Kurven. Ich danke dem AMC Magdeburg e.V. wieder für die Orga und die Durchführung der Veranstaltung. Natürlich danke ich auch meinem Verein, dem AMC-Gera / ElsterRacingWorksTeam, insbesondere dieses Mal Mirko und Alex für die Unterstützung. Weiterhin möchte ich mich bei Cindy bedanken, die uns und insbesondere Alex als moralische Unterstützung begleitet hat. Dann danke ich Christian, Julius und Steffen vom Racing Center Leipzig für das Galaabschlussessen beim goldenen M.

Als nächstes Rennen steht bei mir die RCK-Challenge in Leipzig am ersten Wochenende im Februar auf dem Plan. Ich hoffe mal ganz stark darauf. Für Mirko wäre am 23.01.2022 die Xray Racing Series in Braunschweig geplant gewesen. Doch aufgrund der derzeitigen Umstände wurde dieses Rennen gestern leider abgesagt. Also wir hangeln uns weiterhin von Wochenende zu Wochenende zwischen Hoffen und Bangen.

 

Liebe Grüße
Jana

6 Kommentare:

  1. Jetzt musst du dran bleiben, der Ehrgeiz hat dich gepackt :-) LG Romy

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    1. Guten Morgen Romy, da hast Du vollkommen Recht. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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  2. Hallo Jana, in Leipzig - meiner Heimat ;) Klasse ! Es ist schade, dass in Braunschweig das Rennen abgesagt wurde, aber es kommen noch viele Rennen mehr *Daumendrücken ... LG und viel Gesundheit, Katrin

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    1. Guten Morgen Katrin, na klar kommen noch mehr Rennen. Und die Lage beruhigt sich ja auch irgendwann wieder. Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag. Liebe Grüße Jana

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