Mittwoch, 17. November 2021

RC Rennsport: 2. Lauf zum ElbeCup in Magdeburg

 

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Tatsächlich befürchte ich, dass dies mein letztes Rennen für dieses Jahr war. Die Corona-Auflagen machen einen normalen Rennablauf mit ausreichend Startern kaum mehr möglich. Vorwiegend ist nun die 2G-Regel maßgebend, bei welcher ein Teil der Starter nicht am Rennen bzw. auch nur am Training teilnehmen darf. Wie schon im letzten Jahr: Wir müssen es nehmen, wie es ist. Nichtsdestotrotz möchte ich Euch in diesem Beitrag von meinem letzten Rennen am vergangenen Wochenende berichten. Zum ersten Mal durfte ich in Magdeburg beim AMC Magdeburg e.V. fahren. Es stand der 2. Lauf zum ElbeCup an. In der Rennklasse GT-Sport wollte ich am Sonntag mit meinem TAMIYA TT02S an den Start gehen. 

 

Bereits am Samstag sind Mirko, Norbert und ich für den AMC-Gera / ElsterRacingWorksTeam zum Training angereist. Schon auf meiner ersten Trainingsrunde merkte ich: Ich bin schnell. Sehr schnell. Tatsächlich für mich zu schnell. Mirko drehte dann das Timing am Motor etwas herunter. Ich war dann immer noch schnell, aber ich konnte meinen TAMIYA nun besser händeln. Tatsächlich habe ich in keinem meiner der vier Trainingsstints gezweifelt, denn das Auto lag für mich gut. Am Rennsonntag startete unsere Reise dann ca. 6:45 Uhr Richtung Magdeburg. Mirko und Norbert traten in der FWD-Klasse an, ich, wie bereits erwähnt, in der GT-Sport. Leider war das Starterfeld recht übersichtlich. Sowohl in der FWD-Klasse, als auch bei den GT-Sportlern gingen nur fünf Fahrer an den Start. Und ich machte mir nicht wirklich Gedanken über mein späteres Ergebnis. Denn ich kannte lediglich Stefan von vorhergehenden Rennveranstaltungen. Die restlichen Fahrer konnte ich nicht einschätzen. Es wurden vier Vorläufe und drei Finalläufe in jeder Rennklasse gefahren. Daher war für mich klar, dass ich im A-Finale später starten werde. Vielleicht war das ausschlaggebend dafür, dass ich relativ ruhig – also für meine Verhältnisse – gefahren bin. Wobei „ruhig“. 

 

Das war so eine komische Sache. Denn ich war schnell. Ich war ständig im Zwang, zu überholen. Doch ganz ehrlich: Das kann ich nicht. Wenn Du zum ersten Mal in einer solchen Situation bist, weiß Du einfach nicht, was Du tust. Also bin ich dann in den Vorläufen den langsameren Autos hinterhergefahren. Denn bei beinah jedem Überholmanöver gab es eine „Situation“. Und mir geht es da nicht um mein eigenes Rennen. Nein, ich möchte nicht das Rennen der Mitstreiter zerstören. Wie dem auch sei, nach dem ersten Vorlauf fand ich mich auf Rang 2 ein. Da war ich baff. Lediglich Stefan war noch schneller. Auch im zweiten und vierten Vorlauf kam ich auf Position 2. Der dritte Vorlauf wies irgendwie einen Durchhänger bei mir auf. Da nur zwei der vier Vorläufe in die Wertung für die Startaufstellung in den Finalläufen eingingen, durfte ich von Rang 2 starten. Wobei das ja wieder Unsicherheiten schürte. Denn zum ersten Mal an diesem Tag machte ich mir Gedanken darüber, dass ich doch tatsächlich mein erstes Podest einfahren könnte. In Braunschweig war ich zwar schon mal Zweite, doch da gab es ja auch nur zwei Starter. Und wenn die Gedanken kommen, ist irgendwie alles zu spät. Man kann sich ja nicht sagen: Denk nicht dran. Denn dann denkst Du automatisch dran. Und dann kam der erste Finallauf. Und es lief für mich weit entfernt von der Leistung aus meinen Vorläufen. Nach dem ersten Finale war ich 5. Letzte. Und dann war ich so was von enttäuscht von mir. Ich wollte eigentlich gar nicht mehr weiter machen. Doch das gehört sich für mich nicht. Ich fahre meine Rennen zu Ende. Zum Glück. Denn im zweiten Finallauf kam ich besser durch, sicherer. Ich kam auf die Position 2. Was aber immer noch kein Podest hieß. Ich musste im letzten Lauf auch noch mal mindesten Zweite werden, um wenigstens sicher mit Rang 3 abzuschließen. Ich habe mich so durchgezittert. Ich kam gut vom Start weg. Und für mich hieß es, den Dritten hinter mir zu lassen. Ich konnte ein paar Meter zwischen uns lassen. Und dann bekam ich auch noch mit, dass der Erste, Stefan, an der Seite lag. Ich fuhr vorbei und war auf Position 1. Nur noch durchhalten. Ich bin dann tatsächlich auf Sicherheit gefahren, weil ich meine Position nicht mehr hergeben wollte. Ich fuhr zwar zackig, aber nicht mehr so eng. Und irgendwann waren die fünf Minuten Laufdauer vorbei. Ich hatte zum ersten Mal einen A-Finallauf für mich entscheiden können. Hinterher meinte Stefan zu mir, dass ich ihn ganz schön unter Druck gesetzt habe und er dadurch unsicher wurde. Das war mir, ehrlich gesagt, gar nicht so bewusst. Am Ende gingen zwei der drei Finalläufe in die Tagesendwertung ein. Das hieß für mich: Rang 2. Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich das jetzt alles Revue passieren lassen. Ich freue mich so. Nun habe ich leider wieder die Befürchtung, dass durch eine längere Pause, wie es sie schon im letzten Jahr gab, die Routine verloren geht. Und ich dann quasi wieder von vorn anfangen muss. Eines steht fest: Ich muss Überholvorgänge üben. Denn ich kann nicht immer darauf vertrauen, dass jemand einen Fehler macht. Übrigens, das kam jetzt etwas zu kurz: Mirko, Norbert und Philipp lieferten sich spannende Finalläufe in der FWD-Klasse, mit besserem Ende für Mirko. Er verwies Philipp und Norbert auf die Plätze 2 und 3.

 

Dem AMC Magdeburg e.V. danke ich auf jeden Fall für die Einladung. Eure Strecke liegt mir irgendwie, auch wenn sie – oder gerade deswegen? – schön schnuckelig klein ist. Und mal sehen, vielleicht kommen wir Mitte Dezember doch noch mal zusammen. Wir müssen abwarten. Natürlich danke ich dem AMC-Gera, insbesondere Mirko und Norbert, für die Unterstützung und für das Setup am TAMIYA. Das anschließende Essen beim goldenen M oder bei der Konkurrenz ist immer so ein kleines Highlight mit Euch.

Wann nun ein nächstes Rennen stattfindet, steht tatsächlich noch in den Sternen. Am Sonntag werden Mirko und ich zum 2G-Training in Herrenhaide aufschlagen. Wenigstens das kann noch aufrechterhalten werden.

 

Liebe Grüße
Jana

15 Kommentare:

  1. Magdeburg? Mensch gleich bei mir um die Ecke, hättest du ruhig auf einen Kaffee kommen können :-) LG Romy

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    1. Guten Morgen Romy, soll ich Dir was sagen? Als wir an der Abfahrt Bernburg vorbei sind, musste ich an Dich denken. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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    2. toll, dass ich dir da gleich in den Sinn gekommen bin :-) LG Romy

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  2. It's great you got to compete and congratulations on getting second place! How exciting! I'm pleased you were able to complete all your races and finish well :)

    Hope that your week is going well and you have a nice weekend planned ahead :)

    Away From The Blue

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    1. Thank you so much for your lovely and warm words. I enjoyed them. Have a nice day. Best regards Jana

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  3. Hallo Jana,
    ich kann verstehen, dass du dich mit den Überholvorgängen schwer getan hast. Vermutlich ist es aber, wie du schon so schön schreibst, alles eine Frage der Übung. Ich hoffe, dass ihr bald wieder fahren könnt und nicht allzu lange pausieren müsst.

    Ein sehr interessanter und schöner Beitrag von dir :o)

    Liebe Grüße
    Tanja

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    1. Guten Morgen Tanja, naja, bis Jahresende gibt es jetzt auf jeden Fall keine Rennen mehr, zumindest nicht im Osten Deutschlands wegen der hohen Inzidenzen. Aber das ist okay, dann nähe ich eben noch mehr. Ich wünsche Dir eine schöne Woche. Liebe Grüße Jana

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  4. Hallo meine Liebe:)

    Das klingt echt super-Rennsport ist was Tolles:) Schade, dass es wegen Corona alles etwas erschwert momentan ist :(

    Hab ein wunderschönes Wochenende:-*

    Ganz liebe Grüße aus Stuttgart
    Isa
    www.label-love.eu

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    1. Guten Morgen Isa, ja, aber ich sollte wirklich nicht meckern. Andere Bereiche trifft es schwerer. Wichtig ist ja auch, dass wir gesund bleiben. Ich wünsche Dir eine schöne Woche. Liebe Grüße Jana

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  5. Hallo liebe Jana,
    ich finde Euren Rennsport mit diesen kleinen Flitzern immer wieder interessant - für junge Leute ein schönes Hobby !
    Viel Spaß weiterhin und schönen Sonntag, Katrin

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    1. Guten Morgen Katrin, ach, das ist nicht nur für junge Leute. Eher im Gegenteil. Erst ab einem gewissen Alter kann man sich das alles erst selbst leisten. Ich wünsche Dir eine schöne Woche. Liebe Grüße Jana

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