Sonntag, 20. Dezember 2020

Buchrezension: A. L. Kahnau „Die Farbe von Verrat“

 

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Über das Buch
Adam ist Tildas erster Kuss. Ihr erstes Mal. Ihre erste große Liebe. Für Adam würde sie alles tun, was in ihrer Vorstellungskraft liegt. Doch er verlangt noch mehr als das.

„Weißt du, was ein Loverboy ist, Adam?“ Der Polizist lehnt sich in seinem Stuhl zurück und sieht mich abwartend an.
Ich senke den Blick auf meine Hände, die bereits feuchte Abdrücke auf der Tischplatte hinterlassen haben. Er scheint mein Schweigen als „nein“ zu verstehen, denn er beugt sich wieder vor und sagt: „Ein Loverboy ist ein Kerl, der seine Freundin an andere Männer verkauft. Also einer wie du, Adam. Du bist ein Loverboy.“

(Quelle: Amazon.de*)
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Über die Autorin
In einem kleinen Dorf im Siegerland geboren, machte sich A. L. Kahnau ihre ausufernde Fantasie schon sehr früh zu Eigen. Auf unsichtbaren Pferden galoppierte sie über Wiesen und Felder, erfand Gruselgeschichten oder organisierte gemeinsam mit Freunden eine eigene Zirkusshow. Abends lauschte sie den Märchen aus 1001 Nacht, die ihr Vater ihr und ihrer Schwester vorlas. Kaum, dass sie schreiben konnte, hielt sie alles in ihren Tagebüchern fest. Es gab keine Zeit in ihrem Leben, in der sie nicht schrieb oder mit den Gedanken in anderen Welten festhing.
2015 veröffentlichte sie dann ihr erstes Jugendbuch. Bis heute ist sie des Schreibens nicht müde geworden und freut sich auf eine Zukunft voller Geschichten und Abenteuer.

(Quelle: Amazon.de*)

Format: ePub
Seitenzahl: 396 (Taschenbuch)
Altersempfehlung: ab 12 Jahre
Erscheinungsdatum: 12.12.2020
Verlag: BoD – Books on Demand
Preis: ab 2,99 Euro

Altersempfehlung ab 12 Jahre. Nun lege ich tatsächlich ein paar Jahre oben drauf von meinem Alter. Und doch hat mich das Buch gepackt. Eingehend seelisch gepackt. Schon als ich das Vorwort las – und das tat ich dann gleich zweimal – wurde mir bewusst: Ich muss stark sein. Noch nie habe ich ein Vorwort gelesen, bei dem ich bereits Gänsehaut und so ein Ich-muss-auf-der-Hut-sein-Gefühl bekam. Ich kann es schlecht in Worte fassen, aber ich wusste genau, dass diese Geschichte mit Schmerz einhergehen wird, Schmerz, der vielleicht auch in dem einen oder anderen Leser unter uns schlummert. Und Hut ab vor dem Mut der Autorin. Denn A. L. Kahnau hat mich mit ihrem Buch „Die Farbe von Verrat“ und der geballten Ladung an Gefühlen mitgerissen, so wie ein reißender Strom einen wegschwemmen würde. Das Buch wird aus der Sicht von den Protagonisten Tilda und Adam erzählt, beide in der Ich-Form, was es mir als Leserin noch mal zusätzlich erleichtert, mit der Figur beinah Eins zu sein. Und gerade Tilda zeigt mir viele Parallelen zum meinem eigenen Ich auf. Dabei möchte ich betonen, dass ich zum Glück niemals solch ein Ausmaß an zwischenmenschlichen Begebenheiten erleben musste. Und dennoch kann ich Tildas seelischen Schmerz fühlen, kann ihre Handlungen nachvollziehen und sie so auf dem Weg durch die Seiten des Buches begleiten. Und wieder einmal zeigte mir ein Buch, wie zart besaitet ich eigentlich bin. Die Autorin A. L. Kahnau hat die Geschichte in „Die Farbe von Verrat“ so wunderbar sprachlich dargestellt, dass man sich wirklich vor Ort fühlt, auch wenn man das vielleicht nicht möchte. Dafür danke ich der Autorin. „Die Farbe von Verrat“ ist übrigens ein Nachfolgeroman von „Die Farbe von Schmerz“. Letzteres Buch kenne ich bisher nicht. Doch der Einstieg in „Die Farbe von Verrat“ fällt auch ohne Vorgeschichte leicht.

 

(Dieses Buch wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag gibt meine ehrliche und persönliche Meinung wieder., * = Partnerlink)

Liebe Grüße
Jana

2 Kommentare:

  1. Hallo Jana,
    von Loverboys habe ich schon einen Bericht im TV gesehen. Ihre Straftaten sind vor Gericht leider kaum nachweisbar und die Opfer leiden ewig. Schönen vierten Advent.
    Liebe Grüße
    Nancy :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Guten Morgen Nancy, ja, das kann ich mir vorstellen. Erschreckend, was es alles gibt auf dieser Welt. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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