Freitag, 8. Mai 2020

Nähprojekt: Beutel mit Tunnelzug


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Wobei, „Werbung“ ist hier echt zuviel gesagt. Denn die Stofffirma gibt es schon lange nicht mehr, die Nähmaschine ist ein Modell aus den 1990er Jahren. Und hier muss ich mich bei meiner Tante bedanken. Denn von ihr habe ich dieses Schätzchen geschenkt bekommen. Ich muss Euch sagen, auf Facebook folge ich vielen Selbstnähseiten und bewundere die Werke immer wieder. Aber so richtig hatte ich noch nie das Bedürfnis, mich auch selbst an die Nähmaschine zu setzen. Bis ich dann auf das Kleid „Mira“ gestoßen bin, welches in verschieden Farben und Längen gezeigt wurde. An den unterschiedlichsten Frauen, die sich ihre Kleider selbst genäht haben. Ich bin nicht so die Kleiderträgerin, weil ich bisher noch nicht wirklich ein Kleid gefunden habe, was ich hübsch an mir finde. Aber mit dem Kleid würde ich mir, denke ich, gefallen. Und dann träumte ich auch noch davon, wie ich mir dieses Kleid nähte. Also fing ich an, mir Videos im Netz anzusehen, wie man überhaupt näht. 


Ich war richtig infiziert. Ich wollte SOFORT anfangen, doch ohne Nähmaschine geht das ja nicht. Doch wie manchmal der Zufall so spielt: Meine Tante hatte ein älteres Modell abzugeben. Für mich zum Üben reichte das wohl. Eine Privileg Super Nutzstich 1520. Die Beschreibung eines Folgemodells konnte ich mir im Internet herunterladen. Meine Mama gab mir noch alte Stoffe mit, die mein Opa noch von Apoldaer Strickmoden mitgebracht hatte. Das dürfte auch so gut 30 Jahre her sein. Wenn nicht sogar länger?! Nun heißt es Learning bei Doing. Es ist keiner da, der mir die Nähmaschine so richtig erklären kann. Doch mit was sollte ich starten? Gleich ein Kleid zu Beginn traute ich mir natürlich nicht zu, zumal die Übungsstoffe ja wirklich alt und auch recht derb sind. Mein Mann Mirko meinte dann, so ein Beutel für die RC Fahrzeuge als Transportschutz wären doch was. Schließlich haben wir das bei unserem Vereinskollegen Norbert auch schon gesehen. Mein allererstes Projekt gefiel mir, es schien auf den ersten Blick nicht so schwer. 


Im Internet bin ich dann auf ein Anleitungsvideo von handmadebyanni gestoßen. Und ich habe alles auf Anhieb kapiert. Demnach ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung super für Anfänger erklärt. Ursprünglich wollte ich einen etwas festeren Stoff nehmen, mit einem Karomuster. Doch wenn ich dann mehrere Lagen des Stoffes nähen wollte, streikte die Maschine, der Faden in der Unterspule verfilzte und der Stoff wurde nicht transportiert. Und der Oberfaden riss immer wieder. Also die Fadenspannung verstellt. Das Unterspulenproblem löste sich damit nicht. Also hatte ich am ersten Tag gleich die Nase voll und ich wusste: Nähen ist nichts für mich. Ich lasse es. Wir haben dann auch schon den ganzen Nähkram inklusive Nähmaschine wieder weggeräumt. Doch dann habe ich mich heute früh doch noch mal am Projekt probiert. Ich wählte einen dünneren Stoff und es ging ganz gut. Der Unterfaden verfilzte nicht einmal, auch wenn der Oberfaden immer mal riss. Doch ich habe die Vermutung, dass das Garn ja auch altert. Irgendwann habe ich mein erstes Nähprojekt in den heutigen Morgenstunden fertig gestellt. Es ist nicht perfekt. Ich weiß auch, wo die Schönheitsmakel liegen. Es kann sozusagen nur besser werden. Aber hey, es ist das erste Mal, dass ich überhaupt an einer Nähmaschine saß. Bis vor ein paar Tagen wusste ich nicht einmal, wie man eine Nähmaschine überhaupt bedient. Eine Kordel, um diese in den Tunnelzug einzuführen, hatte ich übrigens nicht zur Hand. Also habe ich ein Band von einem Neckholderkleid genommen, welches ich sowieso nicht anziehe. Wie ich ja bereits oben erwähnte: Ich kann mich bisher nicht in Kleidern sehen. Und da ich so von meiner heutigen Näharbeit geflasht war, habe ich nach Feierabend dann gleich noch einen kleinen, gemütlichen Stoffladen in Zeitz besucht. In Stephanie’s Stoffliebe wurde ich von Stephanie selbst umfassend beraten. Für eine Nähanfängerin wie mich ist das Gold wert. So erfuhr, ich, dass ich bei dem dicken Stoff wahrscheinlich die falsche Nadel hatte, so dass der Faden verfilzt. Und das Garn, was immer wieder reißt, ist scheinbar wirklich zu alt. Aber am Anfang nimmt man eben, was man erst mal hat, damit man überhaupt irgendwas machen kann. Und Stephanie hat so wunderschöne Stoffe, von den ich gleich ein paar mitgenommen habe. Demnächst werde ich noch ein paar Beutel nähen, schließlich haben wie mehrere Fahrzeuge. Und die Karossen müssen ja auch noch geschützt untergebracht werden. Und ja, auch Mund-Nasen-Schutz-Masken sind geplant, allerdings habe ich hier noch nicht alle Materialien zusammen. Und ich will mir in naher Zukunft gern erst mal einen Rock nähen, das dürfte nicht so schwer sein. Aber hierzu muss ich dann erst mal ein Schnittmuster finden, welches mir gefällt. Die schönen Stoffe müssen ja auch adäquat präsentiert werden.


Liebe Grüße
Jana

2 Kommentare:

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