Montag, 13. Januar 2020

RC Rennsport: Die 4 Stunden von Chemnitz



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Nachdem ich nun letztes Jahr noch Zuschauerin beim 4-Stunden-Rennen in Chemnitz war, war ich dieses Jahr mittendrin und aktiv dabei. Das kann ich immer noch kaum glauben. Denn ich nehme es gleich mal vorweg: Das Rennen war wie so ein kleiner Tripp, so voller Adrenalin war ich. Und ich denke auch meine Mitstreiter. Denn nicht selten kochten die Emotionen hoch, klar, der Siegeswillen war doch sehr groß, bei allen Beteiligten. Gefahren wurde in Teams. Dieses Mal bestand jedes Team aus 3 Fahrern. 


Insgesamt gingen 7 Teams an den Start. Der AMC-Gera stellte davon gleich 3 Teams. Mit dabei waren das „Elster Racing Works Team“ bestehend aus Mirko, Nick und René. Das Team „Hörnchen“ bildeten Christian, Daniel und Sven. Zu guter Letzt ging noch für den AMC-Gera das Team „Nimm 3“ mit Norbert, Mike und mir an den Start. Wenn wir mal ehrlich sind, so richtig Chancen habe ich uns persönlich nicht ausgerechnet, aufgrund meiner noch fahrerischen Unerfahrenheit. Umso höher rechne ich es Norbert und Mike an, dass sie mich dennoch mit in ihrem Team haben mitfahren lassen. Nach einem am Samstagmorgen stattfindenden Training wurde, bei dem ich doch recht zufrieden, wenn auch zugleich sehr stark aufgeregt war, wurden gegen Mittag die Startpositionen mit einer einzigen gezeiteten Runde ausgefahren. Das war schon recht spannend. Das „Elster Racing Works Team“ ging dabei von der Pole an den Start, Team „Nimm 3“ mit Norbert, Mike und mir von Startposition 6, Team „Hörnchen“ von Position 7. Übrigens wurde mit einem GT Tourenwagen mit 17,5 Turn gefahren. 


Unser Team ging mit Norberts Fahrzeug, einem AWESOMATIX, an den Start. Leider habe ich vergessen, Norbert nach der genauen Typenbezeichnung des Fahrzeugs zu fragen. Nach dem Qualifying ging es dann auch schon gleich los. 4 Stunden RC Rennen am Stück. Das bedeutet, Akkuwechsel zwischendurch. Unser Team „Nimm 3“ hatten die Akkuwechsel aller 30 Minuten geplant. Gleich nach den ersten Runden waren zunächst erst mal nur noch 5 Fahrzeuge auf der Strecke aufgrund von Defekten. Doch nach der Reparaturzeit waren diese Fahrzeuge auch wieder einsatzbereit. Leider blieb auch unser Team nicht von Defekten verschont: Kardanwelle, Hauptzahnrad, Schwinge, Akkuhalterung und was auch immer noch Probleme an unserem Fahrzeug bereitet hat. Aber wirklich jedes Team hatte mit Defekten zu kämpfen. Und die Reparatur kostet dann natürlich Runden und Zeit. Unser Team „Nimm 3“ konnte sogar kurz mal Treppchenluft schnuppern, aber die anderen Teams holten dann schnell wieder auf. Jeder Fahrer ist in unserem Team gleichberechtigt gefahren, sodass Norbert, Mike und ich jeweils 3 Stints gefahren sind. Meine ersten beiden Stints gingen in etwa über 30 Minuten inklusive Reparaturen und Räderwechsel. Der letzte Stint wurde meinerseits über ungefähr 20 Minuten gefahren, sodass ich auch die Schlussrunde des 4-Stunden-Rennens fahren durfte. Auch wenn wir vielleicht nicht vorne mithalten konnten, bin ich doch der Meinung, dass wir uns ganz gut präsentiert haben. Mir war von vornherein klar, dass ich persönlich nicht die schnellen Runden fahren würde, dafür fehlt mir einfach noch das Händchen. Aber ich muss mich für meine Leistung dieses Mal nicht schämen, wie ich finde. Hier und da hatte ich doch mal Fehler gemacht, aber die anderen Fahrer auch. Mein erster Stint kam mir extrem lang vor, als Norbert zur Ablöse kam, dachte ich mir „Na endlich!“ Und dann meinte Norbert, dass jetzt bei mir 20 Minuten (erst?!) rum sind. Die Konzentration fiel nach und nach ab. Und die Augen brannten. Der 2. Stint war dann wiederum bei mir vom Gefühl her super. Und als ich das letzte Mal an der Reihe war, war ich dann froh, als die charmante Stimme der Zeitnahme dann irgendwann mal meinte „Noch 90 Sekunden“. Und dann war das Rennen auch schon vorbei. 4 Stunden, das war schon genial. Und absolut anstrengend. Die Zeit verging gleichzeitig wie im Flug, aber auch genauso träge. Jetzt im Rückblick ist es wie ein vernebelter Film für mich. Es war einfach toll. Alle Teams waren super angespannt und emotional voll dabei. Hektik hier, Anfeuerungen da. Die Stimmung war auf jeden Fall grandios. Nach dem die geschundenen Fahrzeuge dann endlich nach 4 Stunden Fahrzeit das Ziel erreicht haben, fiel, so denke ich, von allen Fahrern eine große Last ab. Und das Adrenalin bewirkte positive Stimmung wie auch leichte Erschöpfung. Diese spüre ich im Übrigen erst heute, 2 Tage später, so richtig. Für den AMC-Gera sahen die Platzierungen folgendermaßen aus: 1. „Elster Racing Works Team“ mit Mirko, Nick und René, 6. Team „Hörnchen“ mit Christian, Daniel und Sven und Platz 7 ging an unser Team „Nimm 3“ mit Norbert, Mike und mir. Auch wenn wir im Endeffekt ganz hinten gelandet sind, so bin ich doch recht zufrieden mit unserer aller Fahrleistungen. Mehr haben wir uns realistisch gesehen, auch nicht ausgerechnet. Norbert hatte den Spruch „Ehrgeizig, aber chancenlos“, was leider doch stimmte.




Ich bedanke mich beim RC Chemnitz für die Organisation des Rennens. Wie auch im letzten Jahr fand ich die Stimmung richtig super. Vielen Dank auch für die tolle Verpflegung, auch wenn zum Essen vor Aufregung und Stress nicht soviel Zeit blieb. Und natürlich möchte ich mich bei Norbert bedanken, der seinen AWESOMATIX für uns „geopfert“ hat. Immerhin war das Auto nicht so lädiert, so dass der Rennstart in Plauen am darauf folgenden Tag gefährdet gewesen wäre. Aber die Blessuren waren doch schon deutlich erkennbar, so wie bei allen Teamfahrzeugen. Zudem danke ich auch Mike, der mit Norbert und mir das Experiment des 4-Stunden-Rennens gewagt hat. Ich denke, es hat uns allen 3 Freude bereitet und Erfahrungen geschenkt. 4 Stunden sind eine lange Zeit, um etwas zu lernen. Zum Schluss möchte ich mich noch beim gesamten AMC-Gera – Mirko, Nick, René, Christian, Daniel, Sven, Norbert und Mike – bedanken, dass wir mit so einer großen Mannschaftsstärke angereist sind. Ich mag es, wenn sich ein Team stark und mit Zusammenhalt präsentieren kann. Und bei allen anderen Mitstreitern möchte ich mich recht herzlich bedanken. Ohne Euch wäre die Stimmung – mit allen Höhen und Tiefen – nicht so großartig geworden.




Gleich am nächsten Tag, also am gestrigen Sonntag stand dann für Mirko, Norbert und mich die RCK-KleinSerie in Plauen auf dem Plan, sodass nur eine kurze Verschnaufpause blieb. Doch mehr von diesem Rennen in Plauen berichte ich Euch in einem anderen Beitrag.


Liebe Grüße
Jana

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