Samstag, 14. Dezember 2019

Buchrezension: Whitney Scharer „Die Zeit des Lichts“



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Über das Buch
Ein Liebes- und Künstlerroman im Paris der dreißiger Jahre über die Fotografin und Reporterin Lee Miller und den berühmten Fotograf Man Ray

In ihrem spektakulären Debütroman erzählt Whitney Scharer vom Leben der Fotografin Lee Miller. Sie schildert die Pariser Bohème der Dreißigerjahre, Lee Millers Liebesbeziehung mit Man Ray und ihre Arbeit als Kriegsreporterin. Vor allem aber zeigt sie eine Frau, die sich weigerte, in jemandes Schatten zu stehen, und die sich als selbstbewusste Künstlerin behauptete.

„Ich würde lieber ein Bild machen, als eines zu sein“ – zu dieser Erkenntnis kommt Lee Miller im Alter von zweiundzwanzig Jahren, und so gibt sie ihre Modelkarriere in New York auf, um nach Paris zu ziehen. Geld oder einen Plan hat sie nicht, dafür aber eine Kamera, mit der sie die französische Hauptstadt erkundet. Inmitten der schillernden Künstlerwelt der Dreißigerjahre verliebt sie sich in den ebenso genialen wie eifersüchtigen Man Ray, der sie als Assistentin einstellt und sie in seinem Studio unterrichtet. Ihre Freunde sind Picasso und Cocteau, mit ihnen durchtanzen sie die Nächte und machen Ausflüge ans Meer. Lee jedoch kämpft vor allem darum, in dieser Welt männlicher Genies selbst als Künstlerin ernst genommen zu werden. Berühmt wird sie erst in den Kriegsjahren und mit den Fotografien, die sie im besiegten Deutschland macht, in den befreiten Konzentrationslagern und in Hitlers Badewanne. Whitney Scharer zeichnet das Porträt einer glanzvoll abgründigen Epoche und einer Frau, die sich nie vereinnahmen ließ.

(Quelle: Amazon.de*)
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Über die Autorin
Whitney Scharer hat Kreatives Schreiben an der Universität von Washington studiert und wurde mit dem Emerging Artist Award der St. Botolph Club Foundation ausgezeichnet. Außerdem war sie Stipendiatin des Somerville Arts Council und am Virginia Center for the Creative Arts. „Die Zeit des Lichts“ ist ihr erster Roman.

(Quelle: tolino eBook Whitney Scharer „Die Zeit des Lichts“, S. 356)

Format: ePub
Seitenzahl: 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum: 26.10.2019
Verlag: Klett Cotta
Originaltitel: The Age of Light
Preis: 17,99 Euro

Die handelnden Personen waren mir zunächst unbekannt. Den Namen Man Ray hatte ich zwar irgendwo schon mal gehört, doch einordnen konnte ich diesen nicht. Und so tauchte ich mit dem Roman „Die Zeit des Lichts“ von Whitney Scharer in eine leicht biografische Geschichte zwischen dem Künstlerpaar Lee Miller und Man Ray ein. Im Nachwort der Autorin wird klar, dass die Handlungsstränge aus Ihrer Fantasie entsprungen sind. Und dennoch wurde versucht, die Liebes- und Lebensgeschichten zwischen den Künstlern annähern authentisch darzustellen. Ich denke, dass ist der Autorin ziemlich gut gelungen. Die Geschichte reicht von den Goldenen 20ern in Paris über die Zeit des Zweiten Weltkriegs, der Nachkriegszeit bis hin in die 70er Jahre. Und so lernt man als Leser auch ein Stück weit etwas über das Leben der Menschen in den einzelnen Zeitabschnitten. Grausame Miss- und Umstände, aber auch die Leichtigkeit des Seins, das Laissez faire in Paris. Und für mich stand ganz im Vordergrund das Leben einer Frau, die nicht nur wegen ihres Aussehens, sondern wegen ihres Könnens respektiert werden möchte. Denn Lee Miller will nicht nur schmückendes Beiwerk sein, sie will sich selbst verwirklichen. Wie sich eine Frau in der damaligen Zeit durchboxt, selbstbewusst auftreten möchte und wie sie manches Mal scheitert, wird im Roman „Die Zeit des Lichts“ im wortgewandten Schreibstil von Whitney Scharer auf besondere Weise dargestellt, so dass ich mich wahrhaftig in das Leben zwischen Lee Miller und Man Ray einfühlen konnte. Ich mag diese geschichtlichen und biografischen Erzählungen daher sehr gern, weil ich durch diese Darstellungen viel über das Leben von damals lernen kann.


(Dieses Buch wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag gibt meine ehrliche und persönliche Meinung wieder., * = Partnerlink)

Liebe Grüße
Jana

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