Mittwoch, 6. November 2019

Buchrezension: Lucinde Hutzenlaub „Ich bin V wie Vincent“



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Über das Buch
„Teilt, kommentiert und schickt mir eure Geschichten! Sie haben es alle verdient, gehört zu werden. Jeder einzelne von euch ist einzigartig und wichtig! Also: Du da draußen! Solltest du mir zuhören und solltest du Ähnliches erleben wie ich, will dir nur sagen: Du bist nicht allein!“

Er hob die linke Hand zum Victory-Zeichen und blendete seine drei Hashtags ein. #dubistnichtallein #vwievincent #mutigundwahr

Eine Geschichte über Liebe, über Vertrauen – und über Helden.


(Quelle: tolino eBook Lucinde Hutzenlaub „Ich bin V wie Vincent“, S. 3)

Über die Autorin
Lucinde Hutzenlaub wurde in Stuttgart geboren und lebt nach mehreren Auslandsaufenthalten auch wieder dort. Sie arbeitet als Autorin und Kolumnistin, ist verheiratet, und hat drei Töchter und einen Sohn im Alter zwischen 11 und 21. Bei jeder (Liebes-)geschichte der Vier lacht, liebt und leidet Lucinde immer auch ein bisschen mit.


(Quelle: tolino eBook Lucinde Hutzenlaub „Ich bin V wie Vincent“, S. 4)

Format: ePub
Seitenzahl: 288 (Printausgabe)
Altersempfehlung: ab 12
Erscheinungsdatum: 15.08.2019
Verlag: Planet!
Preis: ab 9,99 Euro


Eigentlich ist „Ich bin V wie Vincent“ von Lucinde Hutzenlaub eine Jugendbuch. Doch ich finde es für alle Altersgruppen echt lesenswert. Denn auch im Erwachsenalter braucht man hier und da noch etwas Zuspruch und Mut. Empathie ist für mich immer wieder das Stichwort. Denn diese fehlt bei meinen (erwachsenen) Mitmenschen leider noch viel zu oft. In „Ich bin V wie Vincent“ geht es um Mobbing, und zwar von der üblen Sorte. Schüler werden drangsaliert, keiner erhebt das Wort, alle kuschen, selbst die Lehrer, die vielleicht selbst Angst haben oder denen es einfach egal ist. Social Media wird zum Sprachrohr und schnell wird klar: Es geht vielen so und gemeinsam können sie sich wehren. Doch der Weg ist weit bis dorthin, denn es gehört jede Menge Mut dazu. Ich danke der Autorin, dass sie dieses sensible Thema aufgegriffen und verarbeitet hat. Aus der Danksagung der Autorin wird dem Leser auch klar, dass sie Ähnliches durchgemacht hat, wenn auch vielleicht in einer anderen Intensität. Doch damals gab es noch kein Sprachrohr wie eine mögliche Social Media Plattform. Und ich kann das wahrlich nachempfinden. Auch wenn ich eine durchaus schöne Kindheit zu Hause hatte, meine Schulzeit war nicht immer so super. Ich habe gern gelernt, ich denke, ich kam auch gut bei den Lehrern an – eventuell war das schon das Problem – aber meine Mitschüler waren teilweise ätzend. Das Schlimmste, an was ich mich konkret erinnern kann, ist der Ausdruck „Pferdefresse“. Als junges Mädchen nagt das an dir, sogar bis heute zweifele ich manches Mal an meinem Aussehen. Und habe ich mich gewehrt? Nein. Ich habe mich einfach nur geschämt, schließlich bin ich ja selber schuld, wenn ich so hässlich bin. Meinen Eltern habe ich nichts erzählt, meinen Freundinnen nicht und den Lehrern schon gar nicht, Kam ein doofer Spruch, habe ich so getan, als wenn ich nichts gehört hätte. Verletzt haben mich die Worte trotzdem. Heute empfinde ich mich nicht mehr als hässlich, eigentlich bin ich sogar meinem Empfinden nach gut geraten. Aber hin und wieder fehlt mir dieses Selbstvertrauen immer noch, dabei habe ich vor über 20 Jahren die Schule verlassen. Manchmal stimmt der Spruch eben doch: Kinder können grausam sein, denn sie wissen über die Konsequenzen ihres Handelns oft nicht Bescheid. Und macht es einer vor, machen auch noch viele mit, weil sie Angst haben, selbst Opfer zu werden oder schlicht und einfach, weil es cool ist. Wie finde ich nun den Faden zurück zur Rezension? Meine Erlebnisse, die Erlebnisse der Autorin und auch die Erlebnisse des Protagonisten sind furchtbar, aber wenn man doch darüber redet, findet man schnell heraus, dass man nicht mit seinen Problemen allein sein muss. Aber der Weg des Redens muss gegangen werden. Und genau das, liebe Lucinde Hutzenlaub, hast Du in Deinem Buch „Ich bin V wie Vincent“ uns Lesern näher gebracht. Du schenkst uns Mut, Erkenntnisse und die Macht des Wortes. Danke dafür.

Ich danke der NetGalley LLC und dem Planet! Verlag herzlich für die Bereitstellung des Buches.


(Dieses Buch wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag gibt meine ehrliche und persönliche Meinung wieder.)

Liebe Grüße
Jana

4 Kommentare:

  1. klingt interessant
    Liebe Grüße Leane

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    1. Guten Morgen Leane, das ist das Buch auch. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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  2. Hallo Jana, Mobbing kommt leider sehr oft an deutschen Schulen vor, weil viel Neid herrscht und man diesen abbauen möchte. Habe einen sonnigen Tag. Liebe Grüße Nancy

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    1. Guten Morgen Nancy, ja, ich denke auch, dass Neid die vorherrschende Rolle spielt. Und meist machen sich die Mobber gar keine Gedanken, was sie auslösen können, manche sehen es als Spaß an. Ich wünsche Dir eine schöne Woche. Liebe Grüße Jana

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