Mittwoch, 9. Oktober 2019

Buchrezension: Esi Edugyan „Washington Black“



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Über das Buch
Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler – und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar entkommt in einem selbst gebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird.

Eine Geschichte von Selbstfindung und Verrat, von Liebe und Erlösung. Und eine Geschichte über die Frage: Was bedeutet Freiheit?

(Quelle: Klappentext des Buches Esi Edugyan „Washington Black“)

Über die Autorin
Esi Edugyan lebt im kanadischen Victoria. WASHINGTON BLACK ist ihr dritter Roman, war 2018 eines der erfolgreichsten Bücher weltweit und Lieblingslektüre von Barack Obama. Nominiert für den BOOKER PRIZE, die CARNEGIE MEDAL, den PEN-PREIS und viele mehr. Ausgezeichnet mit dem GILLER-PREIS, dem wichtigsten kanadischen Literaturpreis.

(Quelle: Umschlagstext des Buches Esi Edugyan „Washington Black“)

Format: gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 512
Altersempfehlung: 16 – 99
Erscheinungsdatum: 30.08.2019
Verlag: Eichborn Verlag
Preis: 24,00 Euro

Mein geschichtliches Interesse ist sehr groß. Und wenn die Vergangenheit auch noch in eine tolle Geschichte mittels eines Romans verpackt wird, umso besser. Im Roman „Washington Black“ der Autorin Esi Edugyan spielt ein Sklavenjunge – gleichnamig mit dem Buchtitel – die zentrale Rolle. Das Buch beginnt für den Leser gleich schonungslos mit abscheulichen Gräueltaten. Denn mit aller Offenheit werden die Brutalitäten gegenüber den Sklaven auf der Faith-Plantage in Barbados detailliert beschrieben. Und ich denke, dass nicht allzu selten diese unmenschlichen Parallelen zu den tatsächlichen Geschehnissen zur Zeiten der Sklaverei zu sehen sind. Die Autorin beschreibt im Endeffekt das Erwachsenwerden des Jungen Washington Black. Auch wenn er von der Plantage entkommen kann und als frei gilt, scheint er ständig auf der Flucht. Denn Gleichberechtigung auf dem Papier ist eben noch lange keine echte Gleichberechtigung im wahren Leben. Und auch diese moralischen Verwerflichkeiten pickt die Autorin Esi Edugyan in ihrem Roman „Washington Black“ wunderbar heraus. Die Geschichte des Protagonisten ist abenteuerlich, manchmal herzzerreißend, manchmal grausam. Und irgendwie auch manchmal widersprüchlich. Als Leser leidet man mit ihm, man freut sich mit ihm und man zieht mit ihm beinah um die ganze Welt des 19. Jahrhunderts. Esi Edugyan schafft es, uns in eine andere Welt zu entführen, den Blick auch zu öffnen. Und indirekt zu appellieren, dass wir es nicht wieder soweit kommen lassen dürfen.

Ich danke dem Eichborn Verlag herzlich für die Bereitstellung des Buches.


(Dieses Buch wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag gibt meine ehrliche und persönliche Meinung wieder.)

Liebe Grüße
Jana

6 Kommentare:

  1. Das Buch hört sich total spannend an, muss ich mir unbedingt merken :)

    Liebe Grüße
    Laura von Lauras Journal

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    1. Guten Morgen Laura, das Buch ist richtig schön. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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  2. Ich finde deine Buch-Rezensionen immer toll! Du hast ein ganz eigenes Händchen dafür, die Geschichteen wiederzugeben. (Auch wenn es mich immer daran erinnert, dass ich viel mehr lesen sollte! :D )

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    1. Guten Morgen, ich interpretiere, ich versuche den Autor zu verstehen. Deshalb kann auch selten sagen, dass ein Buch schlecht ist. Denn ein Autor denkt sich ja was dabei. Und ich bin immer bemüht, nicht zu viel von der eigentlichen Story zu verraten. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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  3. Hallo Jana,
    wieder mal eine klasse Review von Dir :-). Aufgrund des Themas dürfte der Film "Green Book" was für Dich sein. Darin geht es um Nicht-Gleichberechtigung von Menschen mit dunkler Hautfarbe. Habe einen schönen Tag. Liebe Grüße
    Nancy :)

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    1. Guten Morgen Nancy, ich schaue mir tatsächlich gern Filme in dieser Richtung an. Danke für den Tipp. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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