Mittwoch, 15. Mai 2019

Buchrezension: Gert Nygårdshaug „Mengele Zoo“



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Über das Buch
„Erschreckend war nicht die Nähe des Todes, sondern die Abwesenheit des Lebens.“

Mino, ein Junge aus dem lateinamerikanischen Regenwald, steht vor den Trümmern seiner Heimat: Das Militär hat sein Dorf vernichtet und seine Familie getötet. Er flieht in den Dschungel, wo ihn der Wander-Zauberer Isidoro aufnimmt. Während der Lehrjahre mit Isidoro muss er erleben wie skrupellose Konzerne den Regenwald ausweiden, Ureinwohner vertreiben und das Volk schikanieren – unterstützt von korrupten Politikern.
Als auch Isidoro getötet wird und Mino fliehen muss, sinnt der Junge auf Rache. Der Überlebende wird zum Täter. Gemeinsam mit drei Freunden gründet er eine Terrororganisation, die weltweit mit raffinierten Morden die Menschen zum Umdenken bewegen will.

„Mengele Zoo“ wurde 2007 auf dem Literaturfestival in Lillehammer zum bedeutendsten Roman Norwegens gewählt und dort über 400.000 Mal verkauft.

(Quelle: Amazon.de*)
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Über den Autor
Gert Nygårdshaug (*1946 in Tynset) ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Norwegens. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Erzählungen, Kinderbücher und Gedichtbände. Viele seiner Geschichten sind geprägt durch abenteuerliche Reisen. Ende der achtziger Jahre lebte er einige Zeit bei den Indianern am Amazonas und ist bis heute stark politisch engagiert. 1996 wurde Nygårdshaug mit dem renommierten „Cappelenprisen“ ausgezeichnet. Mit „Mengele Zoo“ gewann er 2007 den Publikumspreis beim Literaturfestival in Lillehammer für das „beste norwegische Buch aller Zeiten“ – noch vor den Nobelpreisträgern Knut Hamsun und Sigrid Undset. Der Roman ist der 1.Teil der Mino- Reihe, die insgesamt fünf Bücher umfasst.

(Quelle: Amazon.de*)

Format: ePub
Seitenzahl: 344
Erscheinungsdatum: 18. März 2019
Verlag: Vida Verde Verlag
Preis: ab 2,99 Euro bei Amazon.de*

Zunächst einmal war ich erstaunt, dass das Vorwort des Autors aus dem Jahre 1988 stammt. Dann habe ich etwas recherchiert. Und tatsächlich. Die Originalausgabe erschien 1989. Es ist der 1. Teil einer ganzen Reihe über den Protagonisten Mino. „Mengele Zoo“ ist in der deutschen Erstauflage erst in diesem Jahr erschienen, also 30 Jahre später. Und doch ist das aufgegriffene Thema so brisant wie nie, zumindest wenn es nach meinem Empfinden geht. Ich würde „Mengele Zoo“ von Gert Nygårdshaug in die Richtung eines Politthrillers einordnen. Denn der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um Verstümmelungen, Abschlachtungen und Unmenschlichkeit geht. Dabei steht im Zentrum die Zerstörung des Dschungels, der mir bei jeder doch äußerst bildhaften Beschreibung seitens des Autors einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen ließ. Als Leser leidet man mit den Schicksalen der Vertriebenen mit. Und so kommt es auch, dass Mino als Junge aus seiner Heimat, dem Dschungel, flüchten muss und in ihm nach und nach die Rachegelüste reifen. Auch wenn ich die Taten von Mino und seinen Freunden nicht gut heißen kann und wahrscheinlich auch nicht darf, freut man sich als Leser insgeheim über jede gelungene Tat. Denn die Freunde tun es ja für Mutter Erde. Der Autor Gert Nygårdshaug erzählt schonungslos, beinahe atemlos. Und das Thema ist aktueller denn je. Und wahrscheinlich wird es – leider – auch immer ein aktuelles und brisantes Thema bleiben. Der Menschheit und ihrer Gier nach mehr sei dank.

Ich danke der dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH und dem Vida Verde Verlag herzlich für die Bereitstellung des Buches.


(Dieses Buch wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag gibt meine ehrliche und persönliche Meinung wieder., * = Partnerlink)

Liebe Grüße
Jana

2 Kommentare:

  1. Bei dem Titel habe ich ja erst an was ganz anderes gedacht, hat mich aber auf jeden Fall zum Lesen des Inhalts animiert. Klingt nach krasser Fiktion, ist aber wohl leider nicht ausgedacht, zumindest nicht die Zerstörung der Natur. "Verstümmelungen, Abschlachtungen und Unmenschlichkeit" scheint wohl harte Kost zu sein, Thriller lese ich gerne - ich überlege noch ;)
    Aber danke für den Tipp!

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    1. Guten Morgen, ja, das stimmt, ich hatte auch erst an eine andere Richtung vom Inhalt her gedacht. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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