Montag, 3. September 2018

Buchrezension: Deb Spera „Alligatoren“



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Über das Buch
Seit Stunden belauern sie sich gegenseitig: das Alligatorenweibchen, das seine Jungen beschützen muss, und Gertrude, deren vier Töchter seit Tagen nichts gegessen haben. Ein Schuss fällt, doch er trifft nicht das Reptil – es gibt Schlimmeres als den Hunger.
Auch Annie, die Plantagenbesitzerin, hat einen größeren Feind, als sie wahrhaben möchte. Ihren jüngsten Sohn kostete das bereits das Leben.
Doch als Oretta, Annies schwarze Haushälterin und in erster Generation von der Sklaverei befreit, Gertrudes kranke neunjährige Tochter bei sich aufnimmt, finden diese drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, zusammen. Denn sie alle haben eins gemeinsam: die unstillbare Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung.

(Quelle: Amazon.de*)
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Über die Autorin
Deb Spera wuchs in Louisville, Kentucky, auf, als Tochter von selbst noch sehr jungen Eltern. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei ihrer drei Kinder in Los Angeles. Ihr gehört das TV-Produktionsunternehmen One-Two Punch Productions, das u. a. Serien wie „Criminal Minds“, „Army Wives“, „Reaper – Ein teuflischer Jo“, „Finding Carter“ und „Aim High – Hohe Ziele stecken“ produziert. Deb Spera war Finalistin des Montana Literaturpreises und zweimalige Finalistin des Kirkwood Literaturpreises. Sie ist Co-Autorin des Theaterstücks „On the Road to Kitty Hawk“, das vom Actors Theater Of Louisville aufgeführt wurde. „Alligatoren“ ist ihr erster Roman.

(Quelle: Amazon.de*)

Format: eBook
Seitenzahl: 432 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum: 03.09.2018
Verlag: HarperCollins
Preis: 16,99 Euro

Meine Meinung zum Buch kann ich gleich vorweg nehmen: Ich wollte nicht, dass die Geschichte aufhört. Dabei hat sich das Buch so leicht, so schnell und so flüssig lesen lassen. Die Autorin Deb Spera schuf in ihrem Debütroman „Alligatoren“ drei Protagonistinnen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten. Da ist Gertrude, die mit ihren Kindern in sehr ärmlichen Verhältnissen lebt. Dann gibt es noch Retta. Sie ist eine Farbige, mit der es das Leben nicht immer gut meint. Und nicht nur das Leben. Denn der Roman spielt zur Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert in Amerika. Und da war die Rassentrennung im Amerika der damaligen Zeit noch in allen Köpfen. So waren auch Rettas Mitmenschen ihr nicht immer wohlgesonnen. Als dritte Hauptfigur tritt die wohlhabende Dame Annie im Roman auf. Sie ist Besitzerin einer gut gehenden Näherei, Retta ist ihre Hausangestellte. Auch wenn diese drei Personen auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten, vereint sie dennoch eine kämpferische Stärke, sie lassen sich nicht unterkriegen. Die drei Frauen finden im Roman scheinbar zufällig zusammen. Die Geschichte wird jeweils aus der Sicht einer der drei Frauen erzählt, so dass ich als Leser Einblick in ihre persönlichen Sichtweisen und ihre Gefühlswelt erhalten kann. Deb Spera schafft es, mir die schonungslose Brutalität zwischen den einzelnen Gesellschaftsschichten der damaligen Zeit nahe zu bringen. Aber auch, den starken Willen, der drei Frauen, für sich und ihre Lieben sowie das eigene Überleben zu kämpfen. Für mich stehen die drei Hauptfiguren für einen Querschnitt durch die Bevölkerung des Amerikas der damaligen Zeit. Jede Frau repräsentiert eine Bevölkerungsschicht. Und doch sind sie gemeinsam stärker. Dieser geschichtliche Roman zeigt mir wieder einmal, warum ich dieses Genre so mag. Denn ich kann meine Sichtweise überdenken, wieder etwas Neues lernen. In der Hoffnung, dass so etwas nie wieder passieren wird.

Ich danke dem Jellybooks Team und dem LovelyBooks Team herzlich für die Bereitstellung des Buches.


(Dieses Buch wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag gibt meine ehrliche und persönliche Meinung wieder., * = Partnerlink)

Liebe Grüße
Jana

8 Kommentare:

  1. Ich mag es auch, wenn sich ein Buch flüßig lesen lässt
    wünsche dir einen schönen Wochenstart
    Liebe Grüße Leane

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    1. Guten Morgen Leane, oh ja, das ist mir auch wichtig. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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  2. Liebe Jana,
    diese Art von Buch lese ich auch sehr gern. Momentan fallen mir nach meinem langen Tag abends beim Lesen im Bett regelmäßig die Augen zu. Aber den Titel mit einer kurzen Beschreibung von dir habe ich mir abgelegt. Auf den greife ich an Herbsttagen zurück. Dann ist es auch wieder ruhiger bei mir.
    Vielen Dank für die Vorstellung und liebe Grüße
    Sabine

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    1. Guten Morgen Sabine, das mit dem Augenzufallen kenne ich leider auch. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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  3. Das klingt wirklich spannend und macht neugierig. LG Romy

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    1. Guten Morgen Romy, das ist ein tolles Buch. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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  4. Diese Thematik interessiert mich sehr, auch wenn meine eigene Verfassung dafür stimmen muss, sag ich mal;) danke für die Rezi, die definitiv Lust auf mehr macht! Lieben Gruß und ein schönes Wochenende, Imke

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    1. Guten Morgen Imke, das Buch ist wunderbar, ich mag historische Romane mir starke Frauen sehr gern. Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag. Liebe Grüße Jana

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