Mittwoch, 10. Mai 2017

Buchrezension: Hannah Rothschild „Die Launenhaftigkeit der Liebe“



[Dieses Buch wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.]

Über das Buch
Annie ist auf der Suche nach einem Geschenk für ihren neuen Freund. In einem Trödelladen entdeckt sie ein verstaubtes Gemälde – nicht ahnend, dass dieses Bild nur Monate später die Kunstwelt in Aufregung versetzen wird. Und auch Annies Leben wird auf den Kopf gestellt. Unversehens gerät sie ins Visier skrupelloser Kunsthändler, die zu allen bereit sind, damit ein lange gehütetes Geheimnis nicht ans Tageslicht kommt…

Annie, die gerade von ihrem langjährigen Freund verlassen wurde, wagt einen Neuanfang in London. Ihre neue Stelle als Köchin bei einer einflussreichen Kunsthändlerfamilie bietet wenig Aufregung bis auf das eine oder andere opulente Diner. Doch eines Tages kauft sie in einem Trödelladen ein staubiges kleines Gemälde. Mithilfe eines sympathischen jungen Museumsführers kommt sie schon bald der spannenden Vergangenheit ihres Zufallsfunds auf die Schliche: Das Bild mit dem Titel „Die Launenhaftigkeit der Liebe“ von dem Rokoko-Maler Jean-Antoine Watteau ging im Lauf der Jahrhunderte durch die Hände von Königen und Päpsten, verschwand in den 1940er-Jahren aus dem Wohnzimmer einer jüdischen Familie in Berlin und weckt nun im London der Gegenwart gefährliche Begehrlichkeiten… Ohne Skrupel setzen einige alles daran, es in ihren Besitz zu bekommen. Ob die ihm zugeschriebene Macht, bei seinen Betrachtern Liebe zu erwecken, sich auch für Annie bewahrheiten wird?

(Quelle: Klappentext des Buches Hannah Rothschild „Die Launenhaftigkeit der Liebe“)


Über die Autorin
Hannah Rothschild, 1962 geboren, entstammt der berühmten Bankiersfamilie und arbeitet als Autorin und Filmregisseurin. Sie schreibt u. a. für Vanity Fair, The New York Times, Harper’s Bazaar und Vogue und engagiert sich seit vielen Jahren in den Kuratorien renommierter Museen wie z. B. der Tate Gallery. Seit 2015 steht sie als erste Frau dem Board der National Gallery vor. „Die Launenhaftigkeit der Liebe“ ist ihr Debütroman; er erscheint in rund zehn Ländern und hat in der englischsprachigen Welt Leser wie Kritiker begeistert.

(Quelle: Klappentext des Buches Hannah Rothschild „Die Launenhaftigkeit der Liebe“)



Format: gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 512
Erscheinungsdatum: 12.09.2016
Verlag: DVA
Originaltitel: The improbability of love
Preis: 9,99 Euro

Ganz ehrlich: Unter dem Buchtitel hatte ich mir zunächst etwas anderes vorgestellt. Ja, ich dachte wahrlich an einen romantischen Liebesroman. Auch wenn die Liebe zwischen zwei Personen ganz am Rande der Geschichte eine kleine Rolle spielt, ist „Die Launenhaftigkeit der Liebe“ ein Roman mit einer kriminologischen Geschichte. Es geht um ein Gemälde mit dem Namen „Die Launenhaftigkeit der Liebe“, welches dem Roman auch seinen Titel gibt. Der Einstieg in das Buch fiel mir dieses Mal gar nicht so leicht. In etwa bis zur Mitte des Buches war ich mir nicht sicher, was die Autorin Hannah Rothschild mit ihrer Geschichte erzählen will. Erstens: Ich bin nicht so bewandert in der Kunstwelt. Klar, die großen und namhaften Künstler kenne ich vom Hörensagen. Und ich war auch schon mal im Dalí Museum in Barcelona. Den impressionistischen Stil von Monet habe ich schon in der Schule bewundert. Aber da hört es auch auf. Und zweitens: Zu Beginn des Buches bin ich mit Namen – natürlich englische – überhäuft worden. Mit diesen ganzen Namen hatte ich zunächst meine Schwierigkeiten. Hannah Rothschild beschreibt in ihrem Roman verschiedene Handlungsstränge. Und der Leser will sie gleich zusammenfügen, was natürlich noch nicht funktioniert, weil sich alles erst nach und nach ergibt. Und das war für mich spätestens ab der zweiten Hälfte des Werkes der Fall. Nun machte alles einen Sinn, es wurde richtiggehend spannend, denn es ging im Zusammenhang mit dem Gemälde „Die Launenhaftigkeit der Liebe“ um ein schwerwiegendes Verbrechen, welches um einige Jahre zurück liegt. Da ich nun sehr geschichtsinteressiert bin, war dies für mich umso spannender. Übrigens: Hier und da bekommt das Gemälde selbst seine Erzählzeit. Dann erzählt es in der Ich-Form. Es berichtet von seinen vergangenen Besitzern, die namhafte Persönlichkeiten waren, die der Leser wahrscheinlich nur aus Geschichtsbüchern kennt. Und das Gemälde spricht über seine Gefühle und Ängste. Und genau das macht für mich das gewisse Etwas des Romans aus, der mich immer noch ganz verzückt. Um meine Neugier zu stillen, habe ich natürlich das Internet durchforstet: Den Maler Jean-Antoine Watteau gab es wirklich, das Bild allerdings konnte ich mir nicht ansehen. Da muss die eigene Vorstellungskraft herangezogen werden und der Leser muss sich das Bild anhand der Beschreibungen der Autorin selbst in Gedanken malen.

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Das Buch ist unter anderem bei Amazon.de* [Affiliatelink] erhältlich.

Ich danke der Verlagsgruppe Random House GmbH herzlich für die Bereitstellung des Buches.


(Dieses Buch ist ein PR-Sample. Dieser Beitrag gibt meine ehrliche und persönliche Meinung zum Buch wieder., * = Affiliatelink)

Kommentare:

  1. Hört sich richtig gut an! Meine Leseliste ist grad viel zu kurz, da muss ich dieses Buch vielleicht mal draufsetzen =)
    Love, Héloise
    Et Omnia Vanitas

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    1. Guten Morgen Héloise, ja, vielleicht gefällt das Buch Dir ja. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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  2. Antworten
    1. Hello, yes, it is. Have a nice day. Best regards Jana

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  3. Hallo Jana,

    das klingt wirklich sehr interessant. Vielen Dank für's Vorstellen :-)

    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend
    Anja

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    1. Guten Morgen Anja, sehr gern habe ich das Buch vorgestellt. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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  4. Von der Inhaltsangabe her hätte ich das auch ganz und gar nicht erwartet. Ich hätte nicht gedacht, dass es darin um ein Verbrechen gehen kann... So kann alleins schon der Einband täuschen!

    http://www.blog.christinepolz.com

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    1. Hallo, naja, wenn man es weiß, dann weist der Einband etwas auf die Geschichte hin. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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